G’MIC 2.2 veröffentlicht

G'MIC Logo - Quelle GMIC homepage
G’MIC Logo, Quelle: G’MIC Homepage

G’MIC ist eine flexible und leistungsfähige Software zur Bildverarbeitung. Der Entwickler arbeitet am GREYC-Institut in Frankreich, wo er beruflich mit Bildverarbeitung im wissenschaftlichen Umfeld zu tun hat.

G’MIC ist freie Software, die über diverse Schnittstellen mit anderer Software zusammenarbeiten kann. So gibt es seit vielen Jahren ein Plugin für das Bildbearbeitungsprogramm GIMP.

Version 2.2 von G’MIC bietet auch gegenüber der im letzten Jahr vorgestellten Version 2.0 wieder einiges Neues.

Das Interessanteste an G’MIC ist für die meisten Benutzer, dass es als Plugin in GIMP verwendet werden kann.

Im Plugin sind zur Zeit mehr als 500 Filter hinterlegt, die die meisten Bedürfnisse von Bildbearbeitern befriedigen dürften.

Erweitertes Qt Plugin

Das Plugin wurde so erweitert, dass es nun auch in dem freien Zeichen- und Mal-Programm Krita verwendbar ist. Gleichzeitig wurde der Weg dafür bereitet, dass auch andere Programme das G’MIC-Plugin auf leichte Art und Weise benutzen können.

Weitere Verbesserungen für Zeichner

Der SmartColoring-Filter, der in Zusammenarbeit mit dem Cartoon-Künstler David Revoy entwickelt wurde hat einen zusätzlichen Arbeitsmodus erhalten, der das Kolorieren von Strichzeichnungen noch einmal weiter vereinfacht.

Wer in diesem Bereich mehr wissen möchte, sei auf den Blog-Artikel bei pixls.us verwiesen.

Farb-Equalizer in verschiedenen Farbräumen

Der Equalizer (Filter Colors/Equalite HSI/HSL/HSV) arbeitet in den Farbräumen HSI, HSL und HSV. Auch diese Verbesserung wurde auf Anregung von David Revoy eingebaut. Sie kann im wesentlichen dazu benutzt werden zuerst in Schwarz/Weiss zu zeichnen und schattieren und dann die Farben aufzutragen ohne die Helligkeitswerte zu verändern.

Für Fotografen ist das interessant, um zum Beispiel Farbverfälschungen zu beseitigen oder aber auch um alte Schwarz/Weiss-Fotos zu kolorieren.

Nun etwas für Fotografen!

Schärfen und Details herausarbeiten gehört eigentlich bei jeder Foto-Bearbeitung dazu - hier hat man immer einen Kompromiss zwischen Stärke des gewünschten Effekts und seinen Schattenseiten - den Lichthöfen oder Halos zu finden.

Mit zwei neuen Filtern wird ein intelligenter Weg beschritten, die lästigen Halos besser zu unterdrücken. Einmal der Filter Details/Magic details und zum anderen der Filter Details/Equalize local histograms.

Im folgenden Bild (Quelle ist PIXLS.US) werden die Unterschiede zwischen dem Original, der “normalen” Unscharf Maskieren Methode und dem neuen Filter “Equalize local histograms” gezeigt.

Quelle: pixls.us

Unterschiede der Schärfungsmethoden

Quelle: pixls.us

Das fügt dem Arsenal der Schärfungsmethoden in GIMP eine interessante Variante hinzu.

Weitere Filter

Neben verschiedenen neuen Deformations- und Abstraktions-Filtern ist einer hinzugekommen, der etliche Fotografen freuen dürfte: der Filter Arrays & tiles / Drawn montage.

Mit diesem Filter lassen sich auf leichte Art und Weise Montagen und Collagen bauen.

Hier ein Video-Tutorial zu seiner Benutzung:

Es lohnt sich also auf jeden Fall, die neue Version zu installieren.

Viel Spaß damit!


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